Beschäftigung von Geflüchteten: ein „Jobmotor“ für deutsche Unternehmen

Die Beschäftigung von Geflüchteten in deutschen Unternehmen seit 2015 hat sehr positive Auswirkungen auf die Marktchancen dieser Unternehmen. Dies ist das Ergebnis der Studie „Von der ‚Flüchtlingskrise‘ zum Jobmotor: Eine Analyse der Erfahrung von deutschen Unternehmen bei der Integration Geflüchteter“ der gemeinnützigen Organisation „Tent Partnership for Refugees” und des Forschungsinstituts DIW Econ. In dieser Studie werden erstmals die Erfahrungen von 100 mittleren und großen deutschen Unternehmen analysiert, von denen drei Viertel seit 2015 erstmals Geflüchtete eingestellt haben.
Demnach geben 64 Prozent der Unternehmen an, positive Erfahrungen mit der Beschäftigung von Geflüchteten gemacht zu haben, 88 Prozent der Unternehmen wollen 2022 weitere Geflüchtete einstellen. Positive Effekte seien, so die Studie, eine bessere Marktpositionierung, eine höhere Zufriedenheit der Mitarbeitenden, eine höhere Bindung von Mitarbeitenden sowie eine höhere Produktivität und eine gesteigerte Kreativität. Die Verbesserung von Produktivität und Kreativität in den Unternehmen kämen dadurch zustande, dass „Geflüchtete Problemlösungen aus unterschiedlichen Perspektiven angehen“ und so verbesserte Entscheidungsprozesse und eine höhere Innovationskraft entstünden.
Die Studie zum Download: DIW-Econ_Report_Tent_DE_V10-single-pages.pdf
tun22062201
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Die Agentur für Arbeit in Tübingen. Foto: tünews INTERNATIONAL / Mostafa Elyasian.

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