Corona-Krise verändert auch die deutsche Sprache

Die Corona-Krise hat sich auch auf die deutsche Sprache ausgewirkt: 1230 neue Wörter und Wörter mit neuer Bedeutung hat das „Leibniz-Institut für Deutsche Sprache“ gesammelt. Dieses Institut hat unter anderem die Aufgabe, die Veränderung der deutschen Sprache zu erforschen. Das Verzeichnis der Neologismen, so nennt die Sprachwissenschaft neue Wörter, reicht von Alltagsmaske bis Zoom-Party. Am bekanntesten sind Lockdown und Shutdown.

Weitere Wörter, die inzwischen zum normalen Wortschatz gehören, sind:

Geisterspiel (Fußballspiel ohne Zuschauer),

Klopapierhysterie,

Covidioten (so hat eine Politikerin die Menschen genannt, die das Virus für eine Erfindung halten),

Impfdrängler (Politiker und Funktionäre, die sich haben impfen lassen, ohne dass sie schon an der Reihe gewesen wären) und Impfneid,

Wumms (so nennt der Bundesfinanzminister die Wirkung, die sich die Regierung von ihren Corona-Hilfen erhofft),

Distanzunterricht und Homeschooling.

11 Prozent der neuen Wörter kommen übrigens aus dem Englischen, so auch Superspreader und Social Distancing (auf Deutsch: einfach Abstand).

Typisch ist auch, dass wissenschaftliche Fachbegriffe in die Alltagssprache übernommen und jetzt von allen benutzt werden wie Inzidenzwert (https://tunewsinternational.com/inzidenzwert/ ) oder Aerosole (https://tunewsinternational.com/luften-luften-luften/ ).

Sogar die englische Zeitung „The Guardian“ hat den kreativen Deutschen mit ihren vielen neuen Wörtern einen Bericht gewidmet: https://www.theguardian.com/world/2021/feb/23/from-coronaangst-to-hamsteritis-the-new-german-words-inspired-by-covid

Die komplette Liste der neuen Wörter, die ständig ergänzt wird, findet man unter: https://www.owid.de/docs/neo/listen/corona.jsp 

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Impressionen zum Leben in Zeiten der Corona-Pandemie: Foto: tünews INTERNATIONAL; Michael Seifert

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