Ehrenamtsgeschichten-Ausstellung: Ein großer Erfolg

Über 90 Interessierte aus dem Landkreis Tübingen haben sich am frühen Abend des 28. September am Landratsamt Tübingen versammelt. Alle wollen bei der Ausstellungseröffnung von „Mit Geflüchteten erlebt – Ehrenamtsgeschichten aus dem Landkreis Tübingen“ dabei sein. Für die Ausstellung haben ehrenamtlich Engagierte Geschichten geschrieben und erzählen in ihnen, was sie mit Geflüchteten erlebt haben. Die Ausstellung zeigt 18 lustige und berührende Geschichten. Dazu hat tünews INTERNATIONAL ein Sondermagazin veröffentlicht, das zusätzlich 14 weitere Geschichten erzählt.

Die Ausstellung wurde von Landrat Joachim Walter und Tübingens Bürgermeisterin Daniela Harsch eröffnet. Im Anschluss daran lasen sieben AutorInnen ihre Geschichten vor der versammelten Menge vor. Die Vorlesenden selbst waren begeistert von den vielen Anwesenden: „Es ist schön, dass so viele Menschen da sind und zuhören“, so Helga Kuhn, eine der Ehrenamtlichen. Die Besucher waren ebenfalls begeistert von der Ausstellung und den Geschichten. Zum Beispiel Markus H., dessen Geschichte im tünews Magazin steht: „Ich bin begeistert von der Vielfalt der Geschichten und die Veranstaltung hier ist gelungen gemacht.“

Nicht nur die Vielfalt der Geschichten hat den Zuschauern gefallen, auch der Inhalt hat sie berührt. So gibt es lustige Geschichten, zum Beispiel über das „Muggasaeggele“. Aber auch ans Herz rührende und zu Tränen bringende Texte über Flucht und Familienzusammenführung haben in dieser Sammlung ihren Platz. Carmen Widmaier begeistert, „wie viel Freude das [Engagement] auch den Menschen, die helfen, ins Gesicht zaubert“ – etwas, das bei allen Geschichten, auch den traurigen, immer wieder deutlich wird und zeigt, weshalb sich das Ehrenamt lohnt.

Die Ausstellung findet auch Zustimmung bei Geflüchteten. „Ich finde es auf jeden Fall [gut, dass andere jetzt meine Geschichte lesen können]. Es gibt viele Leute wie mich und sie haben alle eine sehr interessante Geschichte. Wenn die Leute dann diese Geschichten lesen, dann verstehen sie uns auch“, denkt Ebrima Touray, ein Geflüchteter aus Gambia. Seine Geschichte ist eine von vielen bewegenden, die veröffentlicht wurde. Auch Angela Baer, eine Hauptamtliche in der Flüchtlingsbetreuung stimmt ihm zu, dass es „einfach sehr wichtig [ist], positive Geschichten zu erzählen. [Viele Geflüchtete haben] so ein schlechtes Image, das sie gar nicht verdient haben.“

Da die Ausstellung Teil der Interkulturellen Woche ist, ist ein Ziel das Verständnis zwischen den Menschen zu fördern. Gleichzeitig soll die Ausstellung allen Personen danken, die ihre Zeit dazu nutzen, anderen zu helfen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 01. November 2020 aufgebaut. Sie befindet sich im Freien auf der Wiese am Landratsamt und ist zu jeder Tageszeit und kostenlos zu besichtigen.

Die Online-Version des tünews INTERNATIONAL Sondermagazins ist auf:

https://tunewsinternational.com/category/magazine-edition/ zu finden.

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Impressionen zum Leben in Zeiten der Corona-Pandemie: Foto: tünews INTERNATIONAL; Mostafa Elyasian, 01.10.2020

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