Hilfe für Angehörige in Afghanistan im Asylzentrum Tübingen

Aufgrund der aktuellen Bedrohungssituation sorgen sich viele Menschen aus Afghanistan um ihre Angehörigen und Freunde, die sich noch im Land aufhalten. Das Asylzentrum Tübingen bietet für sie Beratungstermine und Hilfestellung: In einem Formular werden alle Daten der betroffenen Personen in Afghanistan sowie eine Begründung der Gefahrenlage, wenn möglich mit Beweisen aufgeschrieben. Das Asylzentrum sendet dieses weiter an das Auswärtige Amt. In einer Erklärung des Auswärtigen Amtes in der Regierungspressekonferenz vom 25. August heißt es, „dass das Ende der Luftbrücke, das Ende der militärischen Evakuierungsoperation, nicht das Ende unserer Bemühungen bedeutet, Menschen, für die wir Verantwortung tragen, zu helfen, auszureisen und in Sicherheit zu kommen“. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) werden neben deutschen Staatsangehörigen Menschen, die für die Bundesregierung gearbeitet haben (sogenannte Ortskräfte), JournalistInnen, MenschenrechtsaktivistInnen und Mitarbeitende von NGOs jeweils mit ihren Familien nach Deutschland aufgenommen. In der Regierungspressekonferenz wurden zusätzlich Kulturschaffende und WissenschaftlerInnen genannt. Wer Angehörige in Afghanistan hat, die nicht zu diesen Gruppen gehören, kann trotzdem zur Beratung kommen. Die MitarbeiterInnen des Asylzentrums versuchen in diesen Fällen, zusätzlich Informationen und Kontakte anderer Notprogramme zu vermitteln.

Für eine Beratung im Asylzentrum muss vorher ein Termin vereinbart werden. Telefonnummer und Öffnungszeiten stehen auf der Homepage:

https://asylzentrum-tuebingen.jimdo.com/

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Aslyzentrum Tübingen. Foto: tünews INTERNATIONAL / Mostafa Elyasian.

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