Köpersprache international

Von Reem Al Sagheer und Natalie Hekmat

Die Körpersprache begleitet uns oftmals unbewusst durch das Leben. Wir lernen Körpersprache, vor allem Gestik und Mimik, von unseren Eltern und Mitmenschen. Dabei gibt es in jeder Kultur Eigenheiten, die sich oft unterscheiden. Das kann zu interkulturellen Missverständnissen führen.

Ein Kopfschütteln zum Beispiel kann in manchen Ländern als Zustimmung und in anderen als Ablehnung verstanden werden. In Pakistan, Bulgarien und Indien bedeutet ein Kopfschütteln eine Bestätigung. Hingegen wird in anderen Ländern wie in Deutschland oder Syrien auf diese Weise etwas verneint.

Auch mit dem Daumen nach oben zu zeigen kann unterschiedlich verstanden werden. In Deutschland und vielen weiteren Ländern steht der nach oben gestreckte Daumen für das Signal ,,alles super‘‘. Aber Vorsicht, denn in Russland, Sardinien und im Iran wird dies als Beschimpfung angesehen. Der Daumen hat dort eine ähnliche Bedeutung wie der Mittelfinger hier: Einer Person den Mittelfinger zu zeigen, gilt in Deutschland als beleidigende Geste, die sogar strafbar ist.

Jedoch ist auch die nicht erlernte, intuitive Körpersprache nicht immer eindeutig. Ein Beispiel sind die vor der Brust verschränkten Arme. Diese können sowohl als entspannte Position interpretiert werden als auch Ablehnung ausdrücken.

Um mit solchen Unklarheiten angemessen umgehen zu können, bleibt nur das genaue Beobachten des Gegenübers, denn Missfallen und Gefallen erkennt man häufig an der Mimik. Zum Glück haben wir noch die Sprache, so können wir nachfragen und erklären. Dadurch können Missverständnisse aufgelöst werden.

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Foto: Thommy Weiss/Pixelio

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