Masken im Vergleich

Baden-Württemberg hat seine Corona-Verordnung verschärft. Seit Montag, 25. Januar, reichen Stoffmasken oder Schals als Schutz an bestimmten Orten nicht mehr. Dann müssen medizinische Masken (OP-Masken) oder noch wirksamere Masken getragen werden. Diese tragen die Bezeichnungen FFP2 oder KN95. Die verschärfte Maskenpflicht gilt im öffentlichen Verkehr (Eisenbahn, Busse, Taxis, Flugzeuge), an Bahn- und Bussteigen sowie im Wartebereich auf Bahnhöfen und in Flughäfen. Man muss diese Masken ab Montag auch in Geschäften sowie an Arbeitsstätten tragen. Kinder bis 14 Jahre dürfen weiter sogenannte Alltagsmasken tragen. Für Kinder bis einschließlich fünf Jahre gilt die Maskenpflicht weiterhin nicht.

tünews informiert hier über die Typen und die Leistungsmerkmale von Gesichtsmasken.

 

FFP-Masken (Filtering Face Pieces)

Diese Masken liegen eng an und schützen die TrägerInnen zuverlässig vor Viren. Diese Atemschutzmasken filtern selbst kleinste Partikel und Aerosole aus der Luft. Es gibt sie in verschiedenen Varianten. Masken mit Ausatemventil bieten einen höheren Tragekomfort. Sie filtern aber nur die eingeatmete Luft und schützen andere Personen nicht. Atemschutzmasken ohne Ausatemventil filtern die eingeatmete Luft und verhindern außerdem, dass die TrägerInnen die Umgebung mit ausgeatmeten Tröpfchen kontaminiert. FFP-Masken sind in verschiedenen Wirkungsgraden erhältlich: (FFP1 80 % Schutz), (FFP2 95 %) und (FFP3 99,95 %)

Atemschutzmasken sind in der Regel rund oder oval. Sie sind so konstruiert, dass sie dicht am Gesicht anliegen. Dafür sorgen elastische oder feste Bänder. FFP-Masken gehören im Rahmen des Arbeitsschutzes zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und sollen den Maskenträger vor Partikeln, Aerosolen und Tröpfchen schützen. Um diese partikelfilternden Masken in Europa legal in Verkehr zu bringen, müssen sie ein Bewertungsverfahren durchlaufen und werden danach vom Hersteller mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet.

 

Chirurgische Maske (auch: Medizinische Maske oder OP-Mundschutz)

Chirurgische Masken sind lose sitzende Einweg-Gesichtsmasken, die Nase, Mund und Kinn bedecken. Sie werden normalerweise verwendet, um die TrägerInnen vor Spritzern und Tröpfchen mit großen Partikeln zu schützen und zu verhindern, dass potenziell infektiöse Atemwegssekrete vom Träger oder der Trägerin auf andere übertragen werden.

Chirurgische Masken können in ihrem Design variieren. Meist ist die Maske flach und rechteckig mit Falten oder Fältchen. Der obere Teil der Maske enthält einen festen Streifen, der an die Nase angepasst werden kann. Elastische oder lange feste Bänder sorgen dafür, dass die chirurgische Maske korrekt sitzt. Die Bänder können entweder hinter die Ohren geschlungen oder hinter dem Kopf gebunden werden.

 

Selbst hergestellte Stoffmasken (Alltags- oder Gemeinschaftsmasken)

Die Qualität hängt zum Beispiel von den verwendeten Stoffen, der Anzahl der Schichten und davon ab, ob sie Nase und Mund richtig bedecken. Sie verhindern, dass Menschen ihre Umgebung mit ausgeatmeten Tröpfchen kontaminieren. Die Maske bietet aber keinen ausreichenden Schutz gegen Aerosole.

Quellen:

www.bundesgesundheitsministerium.de

www.baua.de (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

https://sichereswissen.info/

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Impressionen zum Leben in Zeiten der Corona-Pandemie: Foto: tünews INTERNATIONAL; Kerstin Markl, 15.12.2020

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