Respekt macht mich stark

Ausstellung

Respekt macht mich stark

Von Ute Kaiser

 

Die eine spielt Fußball. Das macht sie selbstbewusst. Die andere ist stolz darauf, Jesidin zu sein. Und die Dritte sagt: „Respekt macht mich stark.“ So unterschiedlich wie die Mädchen sind ihre Kunstwerke. „Mädchen*Wege“ ist der Titel der Ausstellung, die noch bis Ende November im Tübinger Landratsamt zu sehen ist.

Lichtmalereien mit der Kamera, Collagen und Fotografien von Orten, an denen sich die Mädchen wohlfühlen: All diese Ausstellungsstücke sind im Tübinger Mädchen*treff entstanden. Er bietet dreimal in der Woche offene Nachmittage an, zu denen zwischen 60 und 90 Besucherinnen kommen. 90 Prozent von ihnen haben Fluchterfahrung, so Lena Hezel vom Mädchen*treff-Team bei der Ausstellungseröffnung. Die Mitarbeiterinnen orientieren sich bei ihrer Arbeit an dem, „was die Mädchen brauchen und wollen“, ergänzte Luzie Kollinger.

Ein Bild zeigt mit Hennazeichnungen geschmückte Hände. Ein Spruch auf einem Plakat spielt mit dem Wort „andersartig“, das oft ausgrenzend genutzt wird. „Lieber anders als artig“, setzt ein Mädchen auf ihrer Collage dagegen.

Die Werke sind in der Medienwerkstatt freitags und in Workshops während der Ferien entstanden. Dort konnten die Mädchen „Themen, die sie beschäftigen, in Wort und Bild umsetzen“, so Luzie Kollinger. Ein Projekt war Lieblingsorten gewidmet. Ein anderes drehte sich darum, was die Mädchen stark macht. Dazu zählten für die Teilnehmerinnen zwischen 8 und 16 Jahren beispielsweise Fußballspielen, ihre Herkunft, Freundschaften und ihr Glaube – oder wenn ihnen mit Respekt begegnet wird.

Für mehr Informationen: www.maedchentreff-tuebingen.de

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