Hilfe bei Diskriminierung in der Schule

„Du schaffst das Abitur sowieso nicht“: Diesen Satz sagte eine Lehrkraft zu einer syrischen Gymnasiastin im Kreis Tübingen. Die Schülerin fühlt sich diskriminiert. Doch sie will sich nicht entmutigen lassen.
Die Mutter eines Fünftklässlers im Kreis Tübingen war geschockt, dass ihr Sohn nicht zu einem Ausflug der Klasse mitdurfte. Die Begründung der Lehrkraft: Der lebhafte Sohn gefährde andere Kinder. Diese Entscheidung wollte die Mutter nicht akzeptieren. Sie versuchte, mit der Lehrkraft zu reden. Doch die Lehrerin sei laut geworden. Die Mutter hat sich an die Schulsozialarbeiterin und die Schulleitung gewendet. Dann sprachen die Schulleitung, die Schulsozialarbeiterin, die Lehrkraft und die Mutter miteinander, um das Problem zu lösen. Die Mutter blieb dabei „leise und freundlich“, wie sie sagt. Ihr Ziel war nicht, „die Lehrerin zu bestrafen“. Die Mutter will, „dass sie meinen Sohn korrekt behandelt“.
Was können Eltern tun, wenn ihr Kind in der Schule diskriminiert wird? Erster Ansprechpartner sind – wie im Beispiel des Fünftklässlers – „die Schulleitungen vor Ort“. Das sagt Roland Hocker. Er leitet das Staatliche Schulamt in Tübingen. Dieses Schulamt ist für die Grund-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren in den Landkreisen Tübingen und Reutlingen zuständig.
Wenn im Gespräch mit der Schulleitung keine Lösung gefunden wird, können sich Eltern an die Zentrale des Schulamts wenden (Telefon 07071 / 99902-100). Die Zentrale vermittelt die Eltern dann an die für ihren Schulort zuständigen AnsprechpartnerInnen.
Für alle Schularten von der Grundschule bis zu den Gymnasien und den beruflichen Schulen gibt es speziell ausgebildete BeratungslehrerInnen. Welche Lehrerin oder welcher Lehrer für die Schule ihres Kindes zuständig ist, erfahren Eltern von der Schule. Die BeratungslehrerInnen helfen unter anderem bei sozialen und emotionalen Problemen, die den Schulalltag erschweren.
Wenn diese Hilfe nicht reicht, können SchülerInnen und Eltern die Schulpsychologische Beratungsstelle in der Schaffhausenstr. 113 in Tübingen kontaktieren. Diese Beratungsstelle unterstützt unter anderem bei Schwierigkeiten mit Lehrkräften und bei schulischen Konflikten.
Siehe auch die Homepage des Schulamts: http://schulamt-tuebingen.de/,Lde/Startseite und den Flyer der Schulpsychologischen Beratungsstelle: https://zsl-bw.de/site/pbs-bw-km-root/get/documents_E-763363515/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/Dienststellen/zsl/Das%20ZSL/Regionalstellen/RS-TUE/SPBS-TUE/ZSL-Flyer-Schulpsychologische-Beratungsstelle-Tuebingen.pdf
tun22051807
www.tuenews.de

Tübinger Schule. Foto: tünews INTERNATIONAL / Mostafa Elyasian.

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